Unser Ausgehtag am Girls Day »

Im Vorfeld des Girlsdays hat Florian uns mit der Methode „Life-Work-Planning“ bekanntgemacht, welche ursprünglich für Erwachsene entwickelt wurde. Bei kein Abseits! wird diese jedoch ebenfalls verwendet, um bereits mit Kindern eine Art Berufsorientierung durchzuführen. Mit Hilfe von verschiedenen Methoden wird den Kindern deutlich gemacht, welche Interessen sie haben und wie diese mit ihrem zukünftigen Beruf verbunden werden können. In einem nächsten Schritt werden Personen aus eben dieser Interessenrichtung gesucht, welche nach einem vorgefertigten Muster in einem 11-minütigen Interview 6 Fragen zu ihrem Beruf und dessen Zukunft beantworten. Dies sollte im Rahmen des diesjährigen Girls Day stattfinden.

Zusammen mit meiner Mentee haben wir in mehreren Schritten Mindmaps erstellt, um am Ende beim Thema Musik anzukommen. Als mögliche Berufsfelder sind uns Musikgeschäfte, Museen, Radiosender, Opern und Lehrer eingefallen. Ich als Mentor habe dann, um ein gewisses Grundgerüst für den Tag zu haben, zwei Termine vereinbart, ein Gespräch mit einer Sängerin aus der Deutschen Oper und mit der Leiterin des Musikinstrumente-Museums.

Am Girls Day selbst habe ich mein Patenkind morgens von zu Hause abgeholt und wir haben uns auf den Weg gemacht. Unsere erste Station war der RBB. Wir wollten versuchen auch ohne einen Termin, so wie es das Konzept eigentlich vorschlägt, eine Gesprächspartner zu finden. Leider waren alle Ansprechpartner in die Organisation des hauseigenen Girls Day Events involviert, weshalb wir leider ohne ein Interview weiterziehen mussten. Mit der U-Bahn ging es zum Musikinstrumente-Museum in der Nähe des Potsdamer Platzes. Die Leiterin war sehr aufgeschlossen und interessiert und hat alle Fragen hinlänglich beantwortet. Mein Patenkind hatte sich zuvor nochmal den genauen Wortlaut der Fragen aufgeschrieben und wir haben einige Durchgänge geübt, damit sie sich sicherer fühlt. Es hat alles gut funktioniert und ihr Highlight war ein Orgel-Poster, welches wir von der Leterin geschenkt bekommen haben.

Nach einem kurzen Snack sind wir in ein Musikgeschäft gefahren und hatten die Chance mit einem Verkäufer zu sprechen. Auf unsere letzte Frage hin, wen man zum Thema Musik noch befragen könnte, hat er uns einen Klavierbauer empfohlen. Dieser war allerdings gerade in einem Kundengespräch, weshalb wir keine Chance hatten, ihn zu interviewen. Unser zweiter Termin war in der Oper, wo mein Patenkind die Chance hatte, eine Chorsängerin zu befragen. Diese brachte noch einen Kollegen mit, welcher Klavierspieler war und ebenfalls hilfreiche Tipps gegeben hat.

Den Abschluss des Tages bildete ein Treffen mit anderen Girls Day Teilnehmern, bei welchem die Kinder die Chance hatten, Dankeskarten zu basteln. Jede befragte Person sollte eine Karte bekommen. Meine Mentee hat fleißig gebastelt, obwohl ihr die Anstrengung des Tages sehr anzumerken war. Ihr Fazit allerdings war, dass der Tag trotz des vielen U-Bahn Fahrens viel Spaß gemacht hat. Ich kann definitiv sagen, dass es mir eine große Freude war, meine Mentee durch den Tag zu begleiten.