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Unser Lösungsansatz

Unser Lösungsansatz kombiniert besonders wirkungsvolle Methoden aus handlungsorientierten pädagogischen Ansätzen: Erlebnis- und Reformpädagogik, Empowerment-Ansätze und Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Auf diese Weise fördern wir Kinder und Jugendliche in Gruppen- und 1:1-Kontexten und können sie so ganzheitlich, individuell und langfristig begleiten.
Unser Ansatz kombiniert konkret sport- und erlebnispädagogische Angebote in der Gruppe mit 1:1-Mentoring und Jugendengagement und Berufsorientierung. Unsere Teilnehmer*innen lernen Beteiligungsmöglichkeiten kennen und verbessern sprachliche, soziale und interkulturelle Kompetenzen. Ihr Selbstbewusstsein wächst und sie entwickeln positive Zukunftsperspektiven.

Wir ermöglichen Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Lebenswelten, Generationen und Kulturen in Kooperation mit starken Partnern, wie Schulen, Universitäten, Geflüchtetenunterkünften sowie Jugendfreizeiteinrichtungen. Durch unsere mobile Arbeit und unseren wirkungsvollen Methoden-Mix holen wir die Kinder und Jugendlichen dort ab, wo sie sind und aktivieren so auch Zielgruppen, die sonst nur schwer erreichbar sind.

Gesellschaftliche Herausforderungen

Mit kein Abseits! wollen wir drei drängende gesellschaftliche Probleme angehen. Mit unseren Aktivitäten wollen wir positive Veränderungen herbeiführen, um diese Probleme abzumildern. Um besonders früh und somit präventiv zu wirken, richtet sich der Großteil unserer Angebote an Kinder im Grundschulalter. Auf diese Weise möchten wir sicherstellen, dass Kinder später NICHT im gesellschaftlichen Abseits landen.

In Deutschland ist der Bildungserfolg nach wie vor zu großen Teilen von der sozialen Herkunft abhängig.

In Berlin wächst jedes dritte Kind in einer oder mehreren „Risikolagen“ auf. Das bedeutet, in unserem derzeitigen Bildungssystem tendenziell zu den Verlierer*innen zu gehören. Die Wahrscheinlichkeit, im und am deutschen Bildungssystem zu scheitern, ist besonders hoch, wenn das Elternhaus arm ist, die Eltern arbeitslos sind oder wenn die Eltern das höhere Bildungssystem selbst nicht durchlaufen haben und ggf. ohne Schulabschluss oder Ausbildung geblieben sind. Diese Probleme werden verschärft, wenn Mehrfachbelastungen bestehen, z.B. bei Alleinerziehenden, wenn das soziale Netzwerk zum Ausgleich der Defizite klein ist  oder wenn zusätzlich Sprach- und Verständigungsprobleme bestehen, z.B. bei Familien mit Migrations- oder Fluchthintergrund.

Diskriminierung und mangelndes Verständnis füreinander gehören zum Alltag.

Jeden Tag werden Menschen aufgrund ihrer (sozialen) Herkunft, ihrer Religion und Weltanschauung oder ihrer sexuellen Orientierung ausgegrenzt und diskriminiert. Auch in der vielfältigen Stadt Berlin leben die Menschen meist nebeneinander her, und es fehlt an Anlässen und Räumen für den Austausch zwischen verschiedenen Lebenswelten. Meistens bleibt man in seinem vertrauten Umfeld und der eigenen ´Blase´. Dies verstärkt das mangelnde Verständnis füreinander und kann zu Ressentiments führen. Was wir nicht kennen, lehnen wir ab oder es macht uns Angst. Dabei gehen viele Möglichkeiten eines bereichernden Austauschs verloren.

Ehrenamtliche Strukturen werden nicht ausreichend unterstützt.

Viele Bürger*innen möchten ihren Beitrag dazu leisten, gesellschaftliche Veränderung zu unterstützen und „etwas zurückzugeben“. Bürgerschaftliches Engagement birgt viele Potentiale für die Lösung von Problemen, z.B. in den Bereichen Integration und Bildung, die noch nicht ausgeschöpft werden. Zur Aktivierung dieser Potentiale sind professionelle Betreuung und Wertschätzung freiwillig Engagierter unerlässlich, denn: nur ein professioneller Rahmen ermöglicht, dass sich auf beiden Seiten die größtmögliche Wirksamkeit entfalten kann. Außerdem wird so negativen Erfahrungen (z.B. das Überschreiten eigener Grenzen) vorgebeugt, welche die Freiwilligen von künftigen Engagements abhalten könnten. Für entsprechende Rahmenprogramme fehlt es jedoch immer wieder an ausreichenden Ressourcen.

Unsere Zielgruppen

Kinder

Kinder aus sozial herausge-forderten Wohngebieten benötigen zusätzliche Unterstützung von Vorbildern und pädagogisch wertvolle Freizeitanregungen, um systemische Ungerechtigkeiten unserer Gesellschaft auszugleichen. 

Jugendliche

Jugendlichen ab 14 Jahren fehlen ausreichend Möglichkeiten und Orte, sich positiv in die Gesellschaft einzubringen und sich auszuprobieren. Dabei können und wollen sie mehr mitgestalten. Sie brauchen nur Menschen, die sie begleiten und Hürden mindern.

Freiwillige

Freiwillige unterschiedlichster Hintergründe erhalten bei uns die Möglichkeit, sich sinnstiftend und professionell begleitet zu engagieren. Sie werden zu Vorbildern für eine verantwortungsbewusste Lebensführung.

Mehr über unsere Zielgruppen erfährst du in unserem Wirkungsbericht.

Unser Konzept

Das Konzept von „kein Abseits! e.V.“ ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden (u.a. von der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Robert-Bosch-Stiftung, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Phineo Wirkt-Siegel, dem Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz und dem Berliner Präventionspreis). Seit 2016 ist der Verein ein anerkannter Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe.

Sport- & Erlebnispädagogik

Unsere Sport und Spiel-Angebote in der Gruppe machen nicht nur Spaß, sondern wirken integrativ und vermitteln Kompetenzen. Kinder gewinnen an Fitness und Selbstbewusstsein und finden gleichzeitig neue Freunde.

1:1-Mentoring

 Wir verbinden Kinder mit positiven Vorbildern und unterstützen sie dabei, für sich neue Perspektiven zu eröffnen und ihre Potentiale zu entfalten. 1:1 erkunden sie mit ihren Mentor*innen Berlin und wachsen über sich hinaus.

Jugendengagement & Berufserkundung

Wir empowern Jugendliche und begleiten sie bei ihren ersten Engagementerfahrungen. Dadurch werden sie zu Rollenvorbildern und lernen sich selbst und ihre Stärken besser kennen.