Sommercamp-(T)Raumreise mit kein Abseits! e.V. »

“Die ersten 5 Wochen der Ferien waren total lang, die letzte Woche ging ganz schnell.” (Zitat einer Sommercamp-Teilnehmerin)

Bei dem traurigen Sommer dieses Jahr, hatten wir schon fast die Hoffnung auf ein sonniges Sommercamp verloren, aber wir wurden positiv überrascht: Das Wetter hielt ein kleines Sommercamp-Wunder für uns bereit! Bei traumhaftem Wetter verbrachten wir 39 Kids und 9 Jugendlichen die letzte Schulferienwoche im brandenburgischen Kagel. Marta und Wolf von Fusion e.V. beherbergten uns zwischen Kunst und Natur zu auf dem spannenden Gelände von “Zebra Kagel”.

Ein Doppeldecker brachte uns am Montag nach Brandenburg, wo die Kids angeleitet von Andrzej und Clara vor Ort in einer Rallye die Möglichkeit hatten, das Gelände und sich gegenseitig besser kennenzulernen. Während der Rallye ging es auch darum, die Teilnehmer*innen für Themen des Klimas bzw. Klimawandels zu sensibilisieren. Dieser erste Bezug zu alternativen Energien sollte in den nächsten Tagen in verschiedenen Workshops von Andrzej wieder aufgegriffen werden. Zum Abendessen wurde außerdem der zentrale Treff- und Essenspunkt der nächsten Tage eingeweiht: die Feuerstelle.

Am Dienstag besuchte uns ein Fernsehteam vom RBB und sorgte für Aufregung im Camp. (Hier gibt es das Video zum Anschauen.) Mindestens genauso spannend war jedoch, dass am Dienstag die erste Gruppe den nahe gelegenen See austestete. Schwimmen stand endlich auf dem Programm! Parallel fanden außerdem die ersten Kunst- und Klima-Workshops statt. In den Kunst-Workshops von Marta und Wolf wurde zum einen der Grundstein für ein kein Abseits!-Mosaik gelegt, zum anderen entstand eine Statue aus Naturmaterial. Andrzej brachte umweltinteressierten Kids die Wasserkraft näher und unter Claras Anleitung entstand das erste selbstgemachte Floß inklusive Piratenflagge.

Mittwoch und schon Halbzeit im Sommercamp: Das abwechslungsreiche Campprogramm wurde mit dem Bau eines Solarkochers und weiterer Kunstaktivitäten fortgesetzt. Bei strahlenden Sonnenschein gab es nach dem Mittagessen eine kühle Überraschung von Ital Eis Gloria: Über 50 Eisbecher wurden für uns nach Brandenburg geliefert! Nach dem Eis konnte man sich zusätzlich im See oder auf der spontan organisierten Wasserrutsche abkühlen. Doch Sommercamp heißt nicht nur ausruhen und abkühlen, sondern auch mit anpacken. Ein Camp mit 50 Teilnehmer*innen will gut organisiert sein, d.h. es gab feste Dienste von Klo putzen, abwaschen, Müll sammeln bis hin zu Brote schmieren oder Lagerfeuerholz sammeln.

Neben den Diensten gab es auch einen fest geregelten Ablauf am Morgen: Nach dem Frühstück um 8:30 Uhr fand für die Kids eine Runde Frühsport statt, während die Teamer*innen Zeit hatten, sich für den Tag zu besprechen. Am Donnerstag stand beispielsweise Yoga auf dem Plan. Im Klima-Workshop entstanden an diesem Tag Windräder, weitere Flöße wurden gebaut und beim Kunst-Workshop durfte nicht nur Papier, sondern eine ganze Wand zum künstlerischen Austoben benutzt werden. Als am frühen Abend dann doch der Regen auf uns niederprasselte, wurde kurzerhand der Aufenthaltsraum in eine Tanzfläche verwandelt und ein Dance Battle gestartet.

Am Freitag, am letzten Camptag mit Programm, folgte dann nochmals ein Highlight aufs nächste! Zum Abschluss der Floßworkhops wurden die Flöße endlich zu Wasser gelassen. Ausgestattet mit Schwimmwesten und Paddeln wagten sich die ganz Mutigen aufs Boot und der Stolz und die Freude über selbstgebaute, schwimmende Boote dementsprechend groß. Nachmittags konnten sich ambitionierte Hobbyköche unter Anleitung von Gloria, Angela und Aminata im echt italienischen Pizza backen ausprobieren, die Kreativen verzierten derweil beim Glasritzen Gläser und zum Austoben gab’s als Überraschung noch eine Hüpfburg. Der feierliche Abschluss des Sommercamps stellte am Abend dann das Entflammen des “Burning Man” dar – eine in den Kunstworkshops entstandene Figur, die bespickt mit Zetteln voller Sorgen und Ängste der Teilnehmer*innen war. Symbolisch wurde alles Schlechte verbrannt und gemeinsam ein letzter toller Abend am Lagerfeuer verbracht.

Am Samstag stand nach dem Frühstück dann nur noch Packen und Aufräumen auf dem Programm. Am Vortag hatten die Teilnehmer*innen bei einer kurzen Evaluation bereits das Sommercamp Revue passieren lassen und jetzt hieß es wieder auf zurück nach Berlin! Pünktlich zur Abreise konnte auch das fertige Mosaik, das in den Kunstworkshops gemeinsam begonnen wurde, bewundert werden. Zur letzten gemeinsamen Runde gab es noch ein traditionelles, gemeinsames Abschiedsfeuerwerk! Je schöner das Camp, desto schwerer fällt das Abschied nehmen. Die  Teilnehmer*innen haben sich einander aber schon versprochen, sich auf jeden Fall bald wieder zu sehen!

Finanziert wurde unsere diesjährige (T)Raumreise von der Deutschen Sportjugend im Programm „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. 

Die spannenden Energiewende-Workshops von Andrzej wurden mit Unterstützung der bundesweiten Initiative Think Lab der innogy Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft durchgeführt. Ein großes Dankeschön geht außerdem an Marta, Wolf und Porgy von Zebra Kagel.

© Gruppenfoto: Michael Anlauf von TUCFOTO