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„Schon ab der ersten Minute haben mir die Kinder so viel Freude bereitet“ 

Erfahrungsbericht von Liv, Praktikantin im Projekt „Spiele-Star“

28. Januar 2020

Das erste Mal als ich in einer Flüchtlingsunterkunft war, war 2015. Ich war dort mit zwei Freundinnen und wir sind nach der Schule mal hin und haben mit den Kindern geturnt und gebastelt. Diese Erfahrung war komplett neu und ungewohnt. Mit Kindern zu kommunizieren, die unsere Sprach aber kaum beherrschen, stellte uns vor eine Herausforderung.

Fünf Jahre später bekomme ich nun wieder die Möglichkeit eine Flüchtlingsunterkunft zu besuchen. Und nicht nur eine, sondern gleich mehrere an unterschiedlichen Tagen in der Woche. Das wird mir durch mein Praktikum bei kein Abseits! ermöglicht. Seit meinem ersten Besuch in der Flüchtlingsunterkunft 2015 hat sich viel verändert. Bei meinem ersten Einsatz mit kein Abseits! kamen die Kinder sofort auf mich zu und stellten sich mir vor. Schon ab der ersten Minute haben mir die Kinder so viel Freude bereitet und es hat Spaß gemacht sich mit ihnen über ihre Schulerlebnisse zu unterhalten oder was sie so gerne in ihrer Freizeit machen. Erstaunt war ich darüber, wie offen die Kinder waren und keine Scheu zeigten, obwohl ich ja komplett fremd war. Diese Offenheit hat sich auch bei den anderen Flüchtlingsunterkünften gezeigt und hat mich persönlich sehr gefreut. Durch diese Offenheit und Freude, die die Kinder mitbringen, macht es so viel Spaß sich mit denen hinzusetzten oder zu basteln, Stopptanz zu spielen oder Reise nach Jerusalem.

In den drei Wochen, in denen ich mein Praktikum hier gemacht habe, hab ich viele unterschiedliche Einrichtungen kennen gelernt. Freitags beispielsweisen sind wir im Senftenberger Ring tätig. Zu diesem Einsatz fahren wir mit dem Spiele-Mobil hin, in dem hinten im Kofferraum große Holzspiele gelagert sind, Fußbälle und vieles mehr. Sobald wir bei dem Einsatz ankommen, räumen wir die ganzen Spiel- und Bastelsachen aus und bringen sie in einen großen Gemeinschaftsraum, in dem wir dann Tische zusammenrücken, um die Spiele dort aufzubauen. Es gibt immer eine große Bastelecke für die Kinder, die keine Lust auf Gesellschaftsspiele haben. Jedes Kind kann sich frei entscheiden, ob es draußen rumtoben will oder lieber im Haus basteln oder Gesellschaftsspiele spielen möchte. Insgesamt sind wir zwei Stunden vor Ort und spielen mit den Kindern.

Ich von meiner Seite aus, finde es wirklich eine tolle Arbeit, die einem viel Freude und Spaß bereitet und in der man zudem auch andere Kulturen kennenlernt, was ich persönlich sehr interessant finde. Viel über Flüchtlingsunterkünfte und deren Nachmittagsprogramm hab ich nach der großen „Flüchtlingswelle“ nicht wirklich nachgedacht. Durch mein Praktikum hier, merke ich, dass die Arbeit, die kein Abseits! leistet und viele andere Vereine, essenziell ist für unsere Gesellschaft.

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