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Mentoring-Stories

Februar 25th, 2013von

“Laura und Sophie – ein tolles Team”

Projektdurchgang 2012/2013

Meine Mentee Sophie und ich sind ein tolles Team! Wir wurden als “Mentoringpaar” zusammengebracht, weil wir beide Pferde toll finden. Seit wir uns aber einmal in der Woche (und manchmal noch häufiger) treffen, haben wir gemerkt, dass wir noch viel mehr gemeinsam haben. Wir sind total auf einer Wellenlänge und verstehen uns daher richtig gut. Sophie sagt, dass sie mit mir prima lernen kann – und ich habe dabei auch viel gelernt: zum Beispiel wie ich Dinge erkläre, die auf den ersten Blick nicht ganz verständlich sind. Manchmal sitzen wir aber auch zusammen und knobeln, wenn wir beide etwas nicht verstehen – zum Beispiel wie die menschliche Lunge aufgebaut ist, oder warum bei den alten Griechen die Frauen so wenig Rechte hatten. (Unser Fazit: die waren ganz schön blöd!)

Aber auch außerhalb der Schularbeiten treffen wir uns. Letztes Jahr im Dezember sind wir über den Weihnachtsmarkt gebummelt und Schlittschuh laufen gegangen. Wir waren im Kindermuseum, im Kino, und haben im Café bei heißer Schokolade und Kaiserschmarrn über wichtige Sachen gequatscht.
Besonders viel Spaß hatten wir beim kein-Abseits-Faschingsfest, bei dem wir – was sonst? – als Pferd und Reiterin verkleidet waren. Ich kann bestätigen: Sophie ist eine prima “Pferdepflegerin” und hat mich auch auf der Feier mit etwas von dem leckeren Tiramisu versorgt, das wir davor zusammen gemacht hatten. Mmh!
Toll war auch der Girls’ Day Ende April. An diesem Tag sind wir zusammen durch Berlin gefahren und haben mit Frauen geredet, die in Berufen arbeiten, die Sophie spannend findet. Unangefochtene Gewinner: die Pferdewirtinnen und -pflegerinnen auf dem Reiterhof. Obwohl diese ziemlich anstrengende Knochenjobs sind, möchte Sophie später ihrer großen Tierliebe nachgehen – und jetzt weiß sie, welcher Ausbildungsweg dorthin führt. Aber auch das Gespräch mit einer Computerspieleprogrammiererin fand Sophie sehr interessant. Sie ist kreativ und künstlerisch begabt, und kann sich jetzt sogar vorstellen, mal ein bisschen programmieren zu lernen. Vielleicht entwirft sie ja irgendwann ein tolles Computerspiel?
Ich bin insgesamt sehr, sehr froh, dass ich mich entschieden habe, bei kein Abseits mitzumachen. Mir macht es total Spaß, Zeit mit Sophie zu verbringen, weil ich glaube, dass wir uns in vieler Weise ganz schön ähnlich sind. Außerdem gibt es mir die Gelegenheit, mal wieder meine alten Lieblings-Pferdebücher auszugraben – fürs Vorlesen, nämlich.
Ich hoffe, dass ich Sophie ein bisschen den Rücken stärken kann, weil ich weiß, welche Schwierigkeiten man manchmal in diesem Alter hat. Sophie sagt, sie hat auch viel Spaß an dem Mentoringprogramm, und freut sich immer, wenn wir uns sehen. Sie ist ein ganz tolles, schlaues, lustiges, und sehr liebes und einfühlsames Mädchen – nur sollte sie sich manchmal ein bisschen mehr trauen. Gute Noten helfen da fürs Selbstbewusstsein, und ebenso die Tatsache, dass Sophie neulich als Klassensprecherin gewählt wurde!
Auf ihren Wunsch hin wollen wir uns auch nach dem Ende des kein-Abseits-Jahres noch ab und zu treffen. Was in den nächsten Wochen noch ansteht? Im Juni gehen wir ins Theater… und im Mai werden wir auf einen lang ersehnten Ausritt zusammen gehen, den Frühling genießen und ganz viele Pferde knuddeln

 

“Meine Mentee will es Wissen”

Unsere Mentorin Anna berichtet auf 100 Paten für Berlin

Projektdurchgang 2012/2013

Hallo, ich heiße Anna, bin 28 Jahre alt, Juristin und arbeite gerade an meiner Promotion.

Während meines Studiums, insbesondere in der Examensphase, hatte ich wenig Zeit, mich sozial zu engagieren. Dabei war mir immer klar, wie privilegiert ich bin, weil meine Eltern mich immer unterstützt haben. Davon wollte ich nun etwas weitergeben!

Patin zu sein ist eine ziemliche Herausforderung, finde ich, schließlich hat man sonst nicht so oft mit Elfjährigen zu tun. Meine Mentee (so heißen die Patenkinder bei kein Abseits!) hat einen ziemlich starken Charakter und fordert mich häufig heraus, aber sie ist auch sehr lustig und phantasievoll. Und ich habe gelernt, nicht locker zu lassen.

Gemeinsam lesen wir ein Buch: „Der Wunschpunsch“ von Michael Ende. Erst fand meine Mentee das doof, aber mittlerweile gefällt es ihr. Manchmal lernen wir auch für Klassenarbeiten. Wir waren auch schon Schlittschuhlaufen und Kerzenziehen. Ich finde, als „Tandem“ macht uns aus, dass wir beide stark sind. Meine Mentee hat gemerkt, dass ich ihr Paroli biete und sie sich auf mich verlassen kann.

Die Patenschaft ist eine sehr bereichernde und wunderbare Erfahrung, an der Mentorin und Mentee wachsen! Oder, um es mit den Worten meines Patenkindes auszudrücken: „Es ist cool, eine Patin zu haben, weil sie Dir helfen kann und Dir nach der Schule nicht langweilig ist. Das Beste ist, dass man Ausflüge machen kann und neue Leute kennenlernt.“ Außerdem sagte sie, das Schönste sei gewesen, als wir uns kennengelernt haben. Wir wussten ja nicht, welche Mentorin welchem Mentee zugeordnet würde, aber über passende Puzzle-Teile haben wir uns gefunden.

 

 

 

 

 

 

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