Mentee Solii im Deutschen Technik Museum »

Wir möchten mit euch diesen besonderen Bericht teilen, den Mentee Solii (10 Jahre alt) verfasst hat. Solii ist Teilnehmer im neuen Anstoß Projekt im Durchgang 2013/2014.

“Ich heiße Solii und mein Mentor heißt Bastian. Bastian und ich besuchten vor ein paar Wochen das Deutsche Technik Museum (DTM) am Gleisdreieck. Wir trafen uns am U-Bahnhof Gleisdreick. Von dort folgten wir den Hinweistafeln zum Museum, bezahlten den Eintritt und schauten uns erst einmal um. Im Technikmuseum gibt es viel zu sehen und wir überlegten, welche Ausstellungen uns am meißten gefallen könnten. Für alle Stationen hatten wir nicht genug Zeit an diesem Samstag. Wir entschieden uns für drei Ausstellungen und mit der großen Schiffsausstellung anzufangen. Dort gibt es Schiffe aus allen Zeiten und noch viel mehr zu entdecken. Wir entdeckten zum Beispiel ein Modell von einem alten Segelschiff aus dem 17. Jahrhundert, an dem wir mindestens 74 Kanonen zählten. Neben vielen Modellen von Handels- und Kriegsschiffen stießen wir auch auf ein Nachbau eines Sklavenschiffes. In einer Art großem Käfig saßen im Dunkeln viele schwarze Menschen, auf engem Raum wie in einem Käfig eingesperrt. Bastian erklärte, dass es früher Sklavenschiffe gab und Menschen aus Afrika auf diesen Schiffen eingesperrt über den Atlantik nach Amerika gebracht wurden um dort verkauft zu werden und dort arbeiten mussten – ob diese wollten oder nicht. Wir erfuhren aus den Texttafeln, dass die Menschen auf der sehr langen Reise über den Ozean wenig zu essen bekamen, viele krank wurden und viele der Menschen sogar starben. Wir lernten etwas über den „Dreieckshandel“. Das war ziemlich gruselig.

Danach versuchten wir die Titanic zu finden, ein Passagierdampfer, der nach einem Unfall mit einem Eisberg auf dem offenen Meer untergegangen ist. Wir fanden in der Ausstellung ein Modell der Titanic. Obwohl die Titanic damals das größte Schiff der Welt war, gibt es heute noch viel größere Schiffe. In einem Videospiel haben wir Seenotrettung gespielt und zwei Männer aus dem aufgewühlten Meer gerettet. Das war gar nicht so leicht, aber zusammen haben wir es geschafft. Nachdem wir die Schiffsaustellung beendet hatten, schauten wir uns noch die Eisenbahnen im Lokschuppen und auch die ersten Flugzeuge an. Wir wussten gar nicht, dass eines der ersten Flugzeug ganz in der Nähe von Berlin gestartet war! Es gab auch einen lebensgroßen Nachbau von diesem ersten Gleitflugzeug. Wir sahen einen kurzen Film über die Deutsche Lufthansa, die es schon sehr lange gibt. Viele Flugzeuge haben mit Krieg zu tun und die Ausstellung hat uns oft ein bischen erschreckt. Zum Schluss entdeckten wir noch eines der ersten Fahrräder, das komisch aussah und eigentlich ein Laufrad war.
Weil wir die Ausstellungen so interessant fanden, waren wir über 3 Stunden im Deutschen Technikmuseum. Das Spektrum, in dem wir noch experimentieren wollten, haben wir leider nicht mehr geschafft und beschlossen, später noch einmal zurück zu kommen. Als wir fertig waren, wurde es draußen schon dunkel, so lange waren wir im Museum.
Wir haben viel gelernt. Am Schluss konnten wir uns aber nicht mehr konzentrieren, weil so viel Neues zu erfahren war.

Wir können den Besuch allen großen und kleinen Technikbegeisterten empfehlen.”