„Art Dinner“ – die neue Kunst des Helfens

Die Bürgerstiftung freut sich über riesige Resonanz auf einen Charityabend in der Neuen Nationalgalerie. Auf dem Programm standen Kunst, Küche – und jede Menge Kontakte. Auch der Tagesspiegel beteiligt sich – und lud ehrenamtliche Engagierte ein.

Mit einem spektakulären Art Dinner in der Neuen Nationalgalerie meldete sich am Mittwochabend die Bürgerstiftung erstmals in größerem Rahmen auf dem gesellschaftlichen Parkett. Rund 250 kunstbegeisterte Gäste freuten sich über den Abend an einem der zur Zeit begehrtesten Orte der Stadt. „Hier zu sein muss man sich verdienen“, sagte Hausherr Udo Kittelmann zu Begrüßung. „Sie haben es sich durch Engagement verdient.“

Von der Resonanz auf die Einladung zum Dinner mit Besichtigung der Retrospektive von Gerhard Richter war die Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Heike Maria von Joest, restlos begeistert. „Mit so einer starken Nachfrage hätten wir gar nicht gerechnet.

“ Für sie ist das Art Dinner „ein innovatives Format zur Finanzierung unserer langfristigen Bildungskooperationen“. Während man leichter Geld für Einmalprojekte mit Knalleffekt bekomme, sei es schwieriger, Entscheider in der Wirtschaft für die eher unspektakuläre Unterstützung in den Problembezirken zu begeistern. Der Erlös, der schon vorab auf 60 000 Euro geschätzt wurde, soll drei wichtigen Projekten der Stiftung zugute kommen, der „LeseLust“, der „Hausaufgabenhilfe“ und der „Zauberhaften Physik“.

Nach einem Empfang hatten die Gäste zunächst Gelegenheit, die Ausstellung zu besichtigen. Im Rahmen des gesetzten Dinners wollte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, am späteren Abend über das Thema Zivilgesellschaft, Werte und Kunst reden. Mit dabei waren unter anderem der Schirmherr der Veranstaltung, Wolfgang Thierse, Kunstanwalt Peter Raue, Gesundheitssenator Mario Czaja, Stifterin Barbara Monheim, der ADAC-Ehrenvorsitzende Wolf Wegener und KPM-Chef Jörg Woltmann.

Auch der Tagesspiegel war mit eigenem Tisch vertreten. Neben Repräsentanten der Wirtschaft, wie dem Chef der Bread & Butter, Karl-Heinz Müller, und Herausgeber Giovanni di Lorenzo waren ganz bewusst auch zwei junge Ehrenamtliche geladen worden, für die ein solcher Abend eine Ausnahmegelegenheit ist. Gloria Amoruso und Sinem Turac fördern mit ihrem Patenprojekt „Kein Abseits!“ junge Migrantinnen. Die beiden 23-Jährigen sind beste Freundinnen, die eine hat italienische Wurzeln, die andere türkische. Als Müritz Räucherforelle und Uckermärker Rind verspeist waren, sollte es noch ein Finale der Fundraising-Anstrengungen geben. Der Geschäftsführer der Villa Grisebach, Daniel von Schacky, hatte sich als Auktionator für zehn attraktive Objekte und Gelegenheiten zur Verfügung gestellt. Unter seinen Hammer sollten unter anderem Werke von Jonathan Meese, Jörg Herold, Wolfgang Betke und Tim Eitel kommen.

Zu ersteigern gab es auch einen Champagnerbrunch auf der Rennbahn Hoppegarten und einen Tag als Praktikant in der Küche von Kolja Kleeberg. Der Sternekoch hilft im Rahmen der Bürgerstiftung Berliner Schülern bei der Anlage von Kräutergärten.

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